Der Güterschuppen

Im Güterschuppen wurden sämtliche Waren gelagert, welche mit den Zügen abtransportiert wurden. In Frömern waren dies vor allem Steckrüben, Kohl und weitere Landwirtschaftliche Erzeugnisse aus dem direkten Umland. Im Ursprung war dieser Gebäudeteil ein einzig großer Raum mit vielen Lagerregalen, welcher über eine Laderampe mit direktem Gleisanschluß verfügte. Die Gleise zum Lagerraum wurden jedoch nach der Stilleguing des Gebäudes 1975 zurückgebaut und 1990 mit aufgefülltem Mutterboden zu einem Garten umgestaltet. Heute befindet sich eine Terasse an dieser Stelle.

Als das Gebäude 1989 von der deutschen Bahn an die Vorbesitzer veräußert wurde, ist es vorerst als private Wohnung umgestaltet und genutzt worden. Hierzu wurden mehrere Wände eingezogen und sämtliche Bereiche kernsaniert.

2010 wurde der Güterschuppen dann von Familie Becker für das Atelier Juvenile umgebaut und saniert. Dazu wurden im Außenbereich die einsturzgefährdeten Vordächer auf der Vorder- und Rückseite wieder instandgesetzt, Teile des Fachwerks erneuert, historisch nachgebildete Eichentore gebaut, Terassen aus Eschenholz aufgebaut und der Gebäudeteil neu verschiefert.

Im Innenteil erfolgte wiederrum eine vollständige Kernsanierung. Dabei wurden insbesondere neue Backsteinwände gemauert, eine Treppe aus historischem Eichenholz sowie viele Zierelemente eingebaut und ein Fußboden aus Eichendielen eingelegt.

Im Oktober 2010 erfolgte dann die offizielle Eröpffnung des Atelier Juvenile mit knapp 1000 Gästen am alten Bahnhof. Seither hat sich das Atelier Juvenile zu einer überregional bekannten Goldschmiede entwickelt, welche insbesondere für seine besonderen Schmuckstücke und Sonderanfertigungen sehr viel Beachtung findet.